17 June 2016

Olaf Metzel
Susanne Schreiber: Machtversessen und markenbildend

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Susanne Schreiber: Machtversessen und markenbildend, www.handelsblatt.com, 17. Juni  2016.

 

Zu den wenigen Arbeiten der Art Basel, die unsere politische Wirklichkeit in den Blick nehmen, zählt die „Sammelstelle“ von Olaf Metzel. Dafür erwartet die Berliner Galerie Wentrup 180.000 Euro. Sie zeigt die In-situ-Arbeit als Feature-Beitrag in einer beklemmenden Ecksituation. Eine Drehtür, ein schief hängender Metallabfalleimer und eine von Kämpfen zeugende Metall-Wandverkleidung simulieren den gefängnisartigen Raum einer Sammelstelle für Flüchtlinge.

Metzel hatte sie 1992 unter dem Eindruck der aus dem zerfallenden Jugoslawien nach Deutschland ziehenden Südosteuropäer geschaffen. Die Spuren von Auseinandersetzung und das kalte Behördenlicht schaffen eine Atmosphäre von Verzweiflung und Angst. Die bedrängende, formstarke Arbeit hat an Aktualität nichts eingebüßt.

 

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